Presse


Armenier gedenken des Journalisten Hrant Dink
Vor einem Jahr, am 19. Januar 2007, wurde in Istanbul der armenische Journalist Hrant Dink erschossen. Die Armenier in aller Welt gedenken an diesem Tag eines mutigen Mannes, der sich unerschrocken für ihre Sache eingesetzt und dafür mit dem Leben bezahlt hat. Der Zentralrat der Armenier in Deutschland (ZAD) fordert aus diesem traurigen Anlass erneut die Verantwortlichen in Bund und Ländern auf, endlich die notwendigen Konsequenzen aus dem Parlamentsbeschluss vom Juni 2005 zu ziehen, mit dem der Deutsche Bundestag den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich anerkannt hat: 1. Die Leugnung eines Völkermords muss unter Strafe gestellt werden, weil sie den Opfern ihre Würde raubt; 2. das Thema Völkermord gehört verbindlich in die Lehrpläne deutscher Schulen.

Neujahrswunsch
Allen Armenierinnen und Armeniern wünscht der Zentralrat der Armenier in Deutschland ein glückliches und erfolgreiches Neues Jahr 2008 sowie ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest: SCHNORHAWOR NOR DARI JEW SURP ZENUNT.

ZAD gratuliert Lepsius-Haus
Der Deutsche Bundestag hat beschlossen, den weiteren Ausbau, die Ausstattung und das Arbeitsprogramm des Lepsiushauses Potsdam zu finanzieren. Der Zentralrat der Armenier gratuliert dem Vorstand des Fördervereins Lepsiushaus, vor allem ihrem Vorsitzenden Herrn Generalsuperindentaten Schulz und dem 2. Vorsitzenden Herrn Prof. Dr. Goltz zu diesem Erfolg. Damit wird sichergestellt, dass die Forschungs- und Erinnerungsstätte nach schwierigsten Anfängen nun eine segensreiche Zukunft vor sich hat. Schon im kommenden Jahr werden dort zahlreiche Veranstaltungen stattfinden.

ZAD begrüßt Verurteilung wegen Völkermordlüge
Mit großer Freude begrüßt der Zentralrat der Armenier in Deutschland (ZAD) das heute veröffentlichte Urteil, mit dem das Schweizer Bundesgericht den Präsident der türkischen Arbeiterpartei, Dogu Perincek, der Rassendiskriminierung für schuldig befindet. Mit diesem Urteil stellt das höchste Schweizer Gericht definitiv klar, dass die Vernichtung der Armenier in den Jahren 1915 ff als Genozid im Sinne der UN-Völkermordkonvention von 1948 gelten. Perincek hatte diesen Völkermord mehrfach verleugnet und als "imperialistische Lüge" bezeichnet.

Die Entscheidung des Auswärtigen Ausschusses des US-Repräsentantenhauses bedeutet eine schwere Niederlage für die türkische Leugnungspolitik und deren Lobbyisten
Der Versuch der türkischen Regierung und ihrer Lobbyisten in den USA, den Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses unter Druck zu setzen, um eine Anerkennung des Völkermords an den Armeniern zu verhindern, ist gescheitert. Am 10. Oktober hat der Auswärtige Ausschuss mit einer deutlichen Mehrheit von 27 zu 21 Stimmen eine Resolution verabschiedet, in der die Vernichtung Armenier im Osmanischen Reich als Völkermord verurteilt wird.

Erzbischof Norvan Zakarian
Erzbischof Norvan Zakarian aus Lyon ist am 22.6.2007 in einer geheimen demokratischen Wahl zum Primas der Armenischen Diözese in Frankreich, der größten armenischen Gemeinde Europas, gewählt worden.

Zwei Jahre nach der Bundestagsresolution zum Völkermord an den Armeniern: Deutschland wird seiner Verantwortung gegenüber den Armeniern nicht gerecht
Am 16. Juni 2005 gedachte die Bundestagsabgeordneten des Völkermordes an den Armeniern im Osmanischen Reich. Sie verurteilte in einer Resolution nicht nur die „Taten der jungtürkischen Regierung des Osmanischen Reiches, die zur fast vollständigen Vernichtung der Armenier in Anatolien geführt haben“, sondern auch „die unrühmliche Rolle des Deutschen Reiches, das angesichts der vielfältigen Informationen über die organisierte Vertreibung und Vernichtung von Armeniern nicht einmal versucht hat, die Gräuel zu stoppen.“

Gedenkveranstaltung für die Opfer des Genozids an den Armeniern
Am 24. April 2006 findet in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften um 19.00 Uhr die zentrale Gedenkfeier für die Opfer des Genozids an den Armeniern statt. Geladen sind Vertreter aus Politik, Kultur und Wissenschaft.

Mit Druck, Drohungen und Erpressung: Der Weg der Türkei in die EU - Demokratie und Menschenrechte bleiben auf der Strecke
Bei seinem Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel will der türkische Ministerpräsident Erdogan auch gegen das geplante EU-weite Verbot der Völkermordleugnung Einspruch einlegen. Ein Staat, wo die Menschen- und Minderheitenrechte nicht eingehalten, die Völkermordleugnung zur Staatsdoktrin erklärt und die Kinder bereits in der Schule mit rassistischen Vorstellungen erzogen werden, hat kein Recht, sich in die Gesetzgebung im demokratischen Europa einzumischen.

ZENTRALE GEDENKFEIER für die Opfer des Genozids an den Armeniern
Am 22. April 2007 findet in der Paulskirche zu Frankfurt am Main um 16.00 Uhr die zentrale Gedenkfeier für die Opfer des Genozids an den Armeniern statt. Geladen sind Vertreter aus Politik, Kultur und Wissenschaft.