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Grass ruft Türkei zu Entschuldigung bei Armeniern auf
Istanbul — Der deutsche Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass hat die Türkei aufgerufen, sich ihrer Geschichte zu stellen und sich bei den Armeniern für die Massaker im Ersten Weltkrieg zu entschuldigen.

Diplomatisches Lächeln bei Merkels Türkei-Besuch
Es klang nach „kameradschaftlicher Aussprache“. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zu Besuch beim türkischen Premier Recep Tayyip Erdogan. Im Vorfeld hatte Ankara alles getan, um Berlin mit extremen Forderungen unter Druck zu setzen. Höhepunkt: in Deutschland sollten türkische Schulen entstehen – verstanden wurde dies vielfach: es sollte ein loyal-türkisches Bildungswesen errichtet werden. Auf der Pressekonferenz in Ankara müht sich Merkel um eine freundliche Formulierung in der EU-Frage und Erdogan unterläßt erst einmal weitere Provokationen.

Merkels Agenda in Ankara
Vor dem Türkei-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel sind die Differenzen zwischen Berlin und Ankara deutlich geworden. Welche Streitthemen gibt es zwischen Deutschland und der Türkei?

"Von Völkermord kann keine Rede sein"
Der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan, 56, über Ankaras Verhältnis zur EU, die Debatte um den Genozid an den Armeniern und seine Vermittlerrolle im Streit über Irans Atompolitik

Bedrohte Armenier
Der Dauerstreit um die Armenierverfolgungen im Ersten Weltkrieg könnte schlimme Folgen für rund 100.000 Armenier haben, die ohne legalen Status in der Türkei leben und arbeiten: Ministerpräsident Tayyip Erdogan hat gedroht, sie auszuweisen.

Die Armenische Sackgasse
Auf Staaten, die den Massenmord an den Armeniern als Völkermord bewerten, reagiert Ankara harsch. In der Türkei mehrt sich nun Kritik an dieser „Genozid-Diplomatie“.

Exil-Armenier kritisieren Berlin wegen Haltung zu Völkermord
Der Zentralrat der Armenier in Deutschland hat in scharfer Form kritisiert, dass die Bundesregierung die Tötung hunderttausender Armenier 1915/16 im Osmanischen Reich nicht als Völkermord bezeichnen will.

Irritierende Signale
Kommentiert von Jochen Mangelsen - Ist das nun ein böswillige Lesart, oder ist es einfach der logische Rückschluss? Das Lepsiushaus Potsdam teilt zunächst mit, dass Prof. Goltz eine türkische Einladung in eine türkisch-armenische Historikerkommission angenommen habe, und dann folgt die Standortbestimmung mit einer schriftlichen Information über eine geplante Veranstaltung zum “Pogrom von 1915”. Kein Völkermord, kein Holocaust, kein Ras-ul-ajn? Nur hier und da mal ein kleines Pogrom?

"Kirche des Heiligen Kreuzes" (Akhtamar) wird Museum
Die Türkei zeigt sich gegenüber den armenischen Christen unnachgiebig: Der ehemalige Sitz des Patriarchen auf der Insel Akdamar soll nicht als Gotteshaus genutzt werden dürfen. Die Regierung in Ankara entschied, ein Museum einzurichten.

Kandidaten für armenische Ko-Patriarchenwahl
Der Erzbischof der armenischen Diözese in Deutschland, Karekin Bekdjian, wird möglicherweise Ko-Patriarch der armenisch-apostolischen Kirche in Istanbul.