Massis Nahapetian – Ein Leben im Dienst der armenischen Gemeinschaft in Deutschland

Mit tiefer Trauer und großem Respekt nimmt der Zentralrat der Armenier in Deutschland e.V. (ZAD) Abschied von Massis Nahapetian, einem Mann, der sein Leben der armenischen Sprache, Kultur und Identität gewidmet hat. Er verstarb am 5. Mai 2026 und hinterlässt eine Gemeinschaft, die ihm viel zu verdanken hat.

Massis Nahapetian wurde am 4. August 1946 in Neu-Dschulfa, Iran, geboren – in jenem historischen armenischen Stadtviertel, das seit Jahrhunderten ein bedeutendes Zentrum armenischen Lebens und kulturellen Erbes ist.

Seine Verbindung zur armenischen Diaspora in Deutschland war keine zufällige: Sie war das Ergebnis eines lebenslangen Engagements für sein Volk, das ihn auf natürliche Weise in die Strukturen der organisierten armenischen Gemeinschaft in der Bundesrepublik führte.

Im Rahmen des Zentralrates der Armenier in Deutschland war Massis Nahapetian von 1993 bis 1999 als 2. Vorsitzender im Vorstand tätig – in jenen entscheidenden Gründungs- und Aufbaujahren, in denen die Strukturen der armenischen Diaspora in Deutschland grundlegend geprägt wurden. Dieses Engagement setzte er konsequent fort, indem er viele Jahre als Vorsitzender des Armenischen KulturVereins in Hessen e.V. wirkte.

Er war Träger armenischer Werte, Bewahrer der Sprache und ein Mensch, der stets wusste, dass kulturelle Identität nur durch generationenübergreifende Arbeit lebendig bleibt – genau jenes Engagement, dem sich der ZAD und der Armenische KulturVerein in Hessen täglich verpflichtet fühlen. Wir haben ihn stets als jemanden mit diplomatischem Geschick, Gelassenheit und Humor erlebt – ein Mensch von tiefem Denkvermögen.

Die armenische Gemeinschaft in Deutschland verliert mit Massis Nahapetian einen engagierten, warmherzigen Menschen, dessen Vermächtnis in den Herzen aller weiterlebt, die ihn kannten.

Wir verneigen uns vor seinem Andenken.

Zentralrat der Armenier in Deutschland e.V. (ZAD)