Pressemitteilung des Rabbinical Center for Europe schürt Hass gegen die armenische Gemeinschaft in Deutschland und Europa

Bei sechs Unterzeichnern des offenen Briefes an die armenische Regierung handelt es sich um Rabbiner aus Deutschland, die den Landesverbänden in Hamburg, Bremen und München vorstehen.

„Wir sind bestürzt über die Hasstirade, welche uns in diesen schweren Zeiten von Seiten der Gemeinde- und Landesrabbiner aus Deutschland widerfährt“, sagt der Vorsitzende des Zentralrats der Armenier in Deutschland, Jonathan Spangenberg. „Die armenische Enklave in Bergkarabach ist von einem Genozid bedroht und anstatt sich mit uns zu solidarisieren, schlagen sich die Rabbiner auf die Seite der Diktatur Aserbaidschan.“
 

Am 06.09.2023 veröffentlichte das Rabbinical Center for Europe auf seiner Internetpräsenz (https://rce.eu.com/en/item/43538/) einen offenen Brief mit 50 Unterzeichnern, in welchem sie die armenische Gemeinschaft und die armenische Regierung der Holocaustrelativierung und -leugnung bezichtigten, indem sie die armenische Gemeinschaft aufforderten, sie mögen den Holocaust „anerkennen“. Damit einhergehend verharmlosten sie die völkerrechtswidrigen Handlungen des autoritären aserbaidschanischen Regimes gegen die Armenier in Bergkarabach.
 

Damit nicht genug wurde die armenische Bevölkerung in dem offenen Brief der Rabbiner – mit Bezugnahme auf die Islamische Republik Iran – der „Kollaboration“ zur Vernichtung des Staates Israels bezichtigt.
 

„Die Verleumdungen sind ungeheuerlich. Sie führen dazu, dass die Armenier als Volk verunglimpft und in den Augen der Öffentlichkeit verächtlich gemacht werden“, erklärt der Zentralratsvorsitzende der Armenier, Jonathan Spangenberg. „Es wird Hass gegen Armenier in Deutschland und Europa geschürt. Wir haben Strafantrag wegen Volksverhetzung gestellt. Wir wissen von Gemeindemitgliedern die das auch gemacht haben.“  

Unter den Unterzeichnern aus Deutschland werden Rabbi Shlomo Bistritski aus Hamburg, Rabbi Shmuel Brodman aus München, Rabbi Yehuda Teichtel aus Berlin, Rabbi Netanel Teitelbaum aus Bremen, Rabbi Menachem Gurevich aus Offenbach a.M. und Rabbi Shneur Havlin aus Dresden aufgeführt.