Armenier gedenken der Erdbebenopfer von 1988

Heute, 20 Jahre danach, gedenken wir der Opfer dieser Naturkatastrophe. Gleichzeitig erinnern wir uns dankbar an eine beispielhafte Hilfsbereitschaft vieler Bürger und Organisationen in Deutschland und in aller Welt - nur mit dieser Hilfe konnte es gelingen, die Folgen für die Landsleute in unserer armenischen Heimat ein wenig zu mildern. Hilfslieferungen aus dem Ausland, Geldspenden, medizinische Ausrüstungen, andere Unterstützung vielerlei Art haben mit dazu beigetragen, dass sich das Wunder der Wiederauferstehung Armeniens ereignen konnte. Noch längst nicht alle Wunden sind geheilt, aber wir sehen doch, dass vieles gut geworden ist. Allerdings bleibt noch immer einiges zu tun. Aus der armenischen Diaspora fließen noch immer erhebliche Mittel in das geschundene Land und seit nunmehr 17 Jahren leistet der Hayastan-Fonds seine unschätzbare Aufbauarbeit. So ist der 7. Dezember 2008 ein Tag des Gedenkens an unvorstellbares Leid und ein Tag der Dankbarkeit für großherzige Hilfe zugleich.

Als das Erdbeben Armenien heimsuchte, dauerte es gerade ein paar Minuten, bis eine der größten Städte des Landes dem Erdboden gleichgemacht war: Spitak war eine einzige Ruine. 58 Dörfer waren vollständig zerstört, weitere 100 Dörfer schwer beschädigt. Es gibt Schätzungen, die von bis zu 50.000 Toten ausgehen. Einen schweren Schock lösten damals Medienberichte über öffentliche Jubelfeiern in Aserbeidschan aus.  

 

Zentralrat der Armenier in Deutschland

Der Vorstand

Frankfurt am Main, 07.12.2008