Alina Manoukian: „Na Mi Naz Ouni“

Mit ihrem Debüt Album „Na Mi Naz Ouni“ ist Alina Manoukian ein einzigartiges und unverwechselbares Stück Weltmusik gelungen. Frei von Folklore - Klischees singt sie 15 traditionelle armenische Lieder im Stil des Acoustic Folk und Singer Songwriter und kreiert so eine ganz eigene Ästhetik. Die Lieder sind schwermütig, stecken aber zugleich voller Würde und Hoffnung.

Begleitet wird Alina Manoukian von Sebastian Albert an der akustischen Gitarre. In dieser intimen Besetzung klingt der Gesang mal intensiv, kraftvoll, leidenschaftlich, mal zart, pur und unmittelbar. Die Produktion ist bewusst sehr minimalistisch gehalten, damit ihrer Stimme der gebührende Platz gelassen wird. In den alten Liedern findet sich durch die vorliegende Bearbeitung der musikalische Ausdruck einer neuen, im Westen aufgewachsenen Generation wieder. Alina Manoukian gelingt ein Brückenschlag zwischen der Kraft der alten Melodien und einem Leben mit Pop- und klassischer Musikkultur, ohne das Folkore-Klischees bedient werden. Die Lieder erzählen von der Schönheit der Natur, von unerwiderter Liebe und von Sehnsucht. Kenner der armenischen Songs sind begeistert über das neue Gewand der alten Melodien. Gleichzeitig finden Fans der Singer/Songwriter- und der Neo-Folk-Welle der letzten Jahre in den Melodien neue Facetten des geliebten Sounds. Gleichwohl hat das Fremde, das eine neue Heimat findet eine universelle, tröstende Botschaft für viele, die in zunehmend mobilen Lebensumständen ihre Erfahrungen mit Unterwegs- und Fremdsein haben.   Alina Manoukian   Ein dunkelhaariges Mädchen sitzt am Küchentisch. Sie sieht ihrer Großmutter beim Mocca-Kochen zu. Die alte Frau singt dabei - auf Armenisch. Sie singt von Tagen, die dahin gleiten wie Wolken, von der Seele, die dahin gleitet wie Wolken, von der Erhabenheit der Natur, von Heimat und von Sehnsucht. Melancholisch, aber leidenschaftlich und kraftvoll. Das Mädchen hört ihr aufmerksam zu. Diese Klänge werden sie nie loslassen.

Alina Manoukian ist als Tochter armenischer Eltern in Teheran geboren. Sie ist gerade vier Jahre alt, da beschließt die Familie nach Hamburg zu gehen. Die Kindheit von Alina Manoukian zu Hause ist geprägt von der armenischen Kultur: Familienfeste, Riten und Bräuche, die Mutter kocht armenisch, der Vater singt leidenschaftlich gern alte Volkslieder und rezitiert armenische Gedichte.

Zwischen all diesen Welten wächst Alina Manoukian auf. Als sie während ihres Schauspielengagements am Deutschen Theater in Göttingen die Möglichkeit bekommt, einen Theaterabend zum Thema Identität zu inszenieren, beginnt sie, sich bewusst mit ihren armenischen Wurzeln auseinanderzusetzen und fängt an, armenische Lieder zu sammeln. Dabei begegnet sie wieder den Liedern aus der Kindheit: schwermütige Lieder und fröhliche Lieder – poetische Texte voller bildhafter Emotionen. Zusammen mit dem Musiker Fred Kerkmann bearbeitet sie zehn dieser Lieder und bringt sie dort auf die Bühne. Es entwickeln sich weitere Auftritte unter anderem bei den Hamburger Kammerspielen, dem Eigenarten Festival in Hamburg, der Langen Nacht der Theater in Berlin sowie dem Eigenreich Theater in Berlin. Über die Musik findet Alina Manoukian einen neuen Zugang zu ihren fremd gewordenen Wurzeln. Die Neugierde ist geweckt und Alina Manoukian reist nach Armenien. Mit einem Tonbandgerät in der Tasche macht sie sich auf die Suche nach weiteren Volksliedern. Die Menschen öffnen ihre Herzen und hören nicht auf, zu erzählen, sich zu erinnern – und zu singen. Viele der Lieder sind ihr unbekannt, Noten gibt es oftmals keine. Mit den Taschen voller neuer Schätze kehrt sie zurück, diesmal mit der Absicht die Fundstücke aus der alten und neuen Sammlung zu vertonen.

Der Gitarrist und Bassist Sebastian Albert – geboren in Mexiko und aufgewachsen in Deutschland – teilt mit Alina Manoukian die Erfahrung, sich in mehreren Kulturen zuhause zu fühlen. Auch er hat den Weg gefunden, das in der Musik auszudrücken. Er ist begeistert von dem Projekt und steigt mit ein. Fünf der neu entdeckten Lieder wählen sie gemeinsam aus und arrangieren sie. Die im Original oft opulent inszenierten Stücke klingen bei ihnen persönlich und unmittelbar. Denn Alina Manoukian hat ihre eigene Sicht auf diese Lieder, die sie in ihr Debütalbum mit einfließen lässt. Dabei singt auch sie nur von Bergen, Wäldern und Hirten, von leidenschaftlichen dunkeln Augen, von unerwiderter Liebe – und immer wieder von Sehnsucht.   www.alinamanoukianmusic.com

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/puzzle/alina-manoukian-poesie100.html

Video ab 23:28 Minute: http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/puzzle/puzzle-video-februar100.html

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