Kandidaten für armenische Ko-Patriarchenwahl

Der Erzbischof der armenischen Diözese in Deutschland, Karekin Bekdjian, wird möglicherweise Ko-Patriarch der armenisch-apostolischen Kirche in Istanbul.

Der Erzbischof der armenischen Diözese in Deutschland, Karekin Bekdjian, wird möglicherweise Ko-Patriarch der armenisch-apostolischen Kirche in der Türkei. Wie die türkische Presse am Freitag weiter berichtete, kandidiert neben dem gebürtigen Istanbuler Bekdjian auch Bischof Sepuh Chuldjian (Diözese Gugark in Armenien) für das neue Amt. Der Ko-Patriarch soll dem schwer kranken Patriarchen Mesrob II. (Mutafyan) zur Seite gestellt werden.

Mesrob II. ist erst 53 Jahre alt, leidet aber an einer rasch fortschreitenden Erkrankung des Frontalgehirns, die sein Erinnerungsvermögen und seine Aufmerksamkeitsspanne stark beeinträchtigt. Der Geistliche Rat der armenisch-apostolischen Kirche in der Türkei beantragte deshalb im Dezember bei den türkischen Behörden die Genehmigung zur Wahl eines Ko-Patriarchen.

Nach den türkischen Gesetzen bedürfen die christlichen Kirchen zur Patriarchenwahl jeweils einer staatlichen Genehmigung. Die Kandidaten müssen die türkische Staatsbürgerschaft besitzen. Daher lud die Kirche sechs türkischstämmige armenische Bischöfe aus aller Welt zur Kandidatur ein. Der Einladung folgten Bekdjian sowie Chuldjian.

Wann die Wahl stattfinden kann, ist derzeit noch offen. Die türkischen Behörden haben bisher noch nicht über das Gesuch der Kirche entschieden.

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