Syrische Armenier in Aleppo unter Beschuss

PRESSEERKLÄRUNG                                                                                              Frankfurt a.M. 09.06.2014  

Syrische Armenier in Aleppo unter Beschuss  

Radikal-islamische Rebellengruppen greifen in Syrien seit Anfang Juni das armenische Stadtviertel „Nor Kyugh“ (Al-Midan) in Aleppo an. Berichten zufolge sei die Bevölkerung mit Mörsergranaten beschossen worden. Die Infrastruktur wurde vollständig zerstört, die Bevölkerung beklagt viele Tote und Verletzte.  

Die armenische Nothilfestelle in Aleppo hat aufgrund der prekären humanitären Situation das armenische Stadtviertel „Nor Kyugh – Al Midan“ zum Katastrophengebiet erklärt und die Weltgemeinschaft zur Solidarität und Unterstützung aufgerufen.  

„Wir verurteilen die wiederholten Angriffe auf die armenische Bevölkerung Syriens“, sagt Dr. Nazareth Agheguian, Vorsitzender des Zentralrats der Armenier in Deutschland e.V. „Noch im März diesen Jahres wurde die armenische Ortschaft Kessab Angriffsziel radikaler Islamisten. Es ist hier eine Systematik zu erkennen, die Christen Syriens aus der Region zu vertreiben.“  

Unterstützung erhalten die radikal-islamischen Gruppen vom  NATO-Partner Türkei. Die Türkei gewährt den Islamisten Unterschlupf und leistet logistische Hilfestellung.  

Dr. Nazareth Agheguian: „Die NATO ist aufgefordert, den Schutz der Christen in Syrien zu garantieren und auf den NATO-Partner Türkei einzuwirken.“  

Der Zentralrat der Armenier in Deutschland e.V. fordert die Bundesrepublik Deutschland dazu auf, eine klare Haltung gegen die islamistischen Terrorgruppen in Syrien und ihre Unterstützung durch die Türkei einzunehmen.    

Pressestelle des Zentralrats der Armenier in Deutschland e.V.

AnhangGröße
PDF icon Presseerklärung_Aleppo-1.pdf368.93 KB